Scheidenpilz und Empfängnisverhütung

Der Zusammenhang zwischen Scheidenpilz und der Empfängnisverhütung mag nicht auf den ersten Blick klar sein. Es ist jedoch erwiesen, dass hormonelle Einflüsse das Risiko für Scheidenpilz erhöhen können. Das zeigt sich beispielsweise in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, aber auch in der Pubertät. Die Anti-Baby-Pille und andere hormonelle Mittel zur Empfängnisverhütung haben ebenfalls Einfluss auf den Hormonhaushalt und können somit Scheidenpilz begünstigen. Ein hoher Östrogen- oder Gestagengehalt bei der Empfängnisverhütung bringt die natürliche Scheidenflora aus der Balance, denn das Scheidenmilieu hängt stark von der körpereigenen Hormonproduktion ab. Ist diese durch die künstlichen Hormone der Empfängnisverhütung beeinflusst, ist die gesunde Balance der dort angesiedelten Mikroorganismen aus dem Gleichgewicht. Der Scheidenpilz kann sich so leichter ansiedeln und ausbreiten.

 

Alternative zur Empfängnisverhütung, um Scheidenpilz vorzubeugen

Es gibt einige Alternativen zur Empfängnisverhütung, die dem Scheidenpilz langfristig vorbeugen können. In Frage kommen alle nicht hormonellen Verhütungsmittel. Dazu gehören zum Beispiel die Kupferspirale oder die Kupferkette, die nur lokal wirken und keinen Einfluss auf die natürliche Hormonproduktion des Körpers haben. Ebenso empfehlen sich auch Methoden aus der Natürlichen Familienplanung (NFP), die zur Verhütung als Alternative zur Empfängnisverhütung genutzt werden können. Dazu gehört beispielsweise die Sensiplan-Methode oder die Verhütung mithilfe eines Zykluscomputers.1

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  1. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_scheidenpilz-vaginalmykose-candida-therapie_743.html