Pilzinfektion – Und nun?

Pilzinfektionen können an unterschiedlichen Körperstellen auftreten, auch im Intimbereich. Zwar sind solche Pilzinfektionen meist harmlos, dafür aber auch recht unangenehm. Sie können zu Brennen, Schwellen und Rötungen führen, Juckreiz, Schmerzen beim Sex oder Ausfluss und Belag der Scheide können ebenfalls auftreten. Nicht selten bemerkt die Betroffene auch einen leicht fischigen, unangenehmen Geruch aus der Scheide, wobei dies auch Hinweis auf eine bakterielle Infektion sein kann. Pilzinfektionen können relativ leicht entstehen. Oft genügt schon ein geschwächtes Immunsystem, um die gesunde Scheidenflora aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ein gesundes Scheidenmilieu enthält sowohl Hefepilze als auch Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien. Dann ist die natürliche Abwehr intakt. Wenn jedoch zu wenig Milchsäurebakterien enthalten sind, können sich die Hefepilze wie der Candida albicans leichter ausbreiten und es kommt zur typischen Pilzinfektion. Das Immunsystem kann durch Krankheiten geschwächt werden, aber auch Medikamente wie Antibiotika oder hormonelle Verhütungsmittel können dafür sorgen, dass auf der Scheide kein ausgeglichenes Verhältnis herrscht. Doch auch, wenn die Auswirkungen der Pilzinfektion nicht angenehm sind, besteht kein Grund zur großen Sorge – Die Behandlung von Scheidenpilz ist zum Glück relativ unkompliziert.

 

Behandlung und Vorbeugung einer Pilzinfektion

Eine Pilzinfektion heilt bei richtiger Behandlung in der Regel recht schnell ab. Es gibt zahlreiche Präparate wie Gels, Cremes und Lotions über Vaginaltabletten oder Milchsäurezäpfchen, die alle gut gegen eine solche Pilzinfektion helfen können. Am besten lässt man sich hierbei in der Apotheke beraten, damit man bei der Vielzahl der Produkte nicht den Überblick verliert. Auch einige hygienische Maßnahmen können Linderung bringen und den Pilz von einer weiteren Ausbreitung abhalten. So sollte man zum Beispiel keine synthetische und enge Unterwäsche tragen, ebenso sollte man darauf achten, den Intimbereich trocken und sauber zu halten. Das geschieht am besten nicht mithilfe einer aggressiven Seife, sondern es sollte entweder nur warmes Wasser oder eine milde Intimseife genutzt werden, die den pH-Wert der Scheide nicht weiter schädigen.1

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  1. http://www.gib-aids-keine-chance.de/wissen/sti/candidose.php