Gibt es eine Tablette gegen Scheidenpilz?

Es gibt verschiedene Arten von Tabletten, die gegen Scheidenpilz eingenommen werden können. Am bekanntesten sind die vaginalen Tabletten. Diese enthalten in der Regel ein Antimykotikum, das die Pilze daran hindert sich weiter zu vermehren und somit den Pilzbefall eindämmen. Zahlreiche Hersteller haben solche vaginalen Tabletten entwickelt. Sie wirken nur lokal und werden in die Scheide eingeführt, wo sie sich zersetzen und so die Wirkstoffe freigeben. Andere vaginal genutzte Tabletten können auch Milchsäurebakterienstämme enthalten. Diese bringen die geschädigte Scheidenflora wieder ins Gleichgewicht und helfen, die natürlich Abwehr wieder zu aktivieren. Wenn ein gesunder pH-Wert herrscht, haben Hefepilze wie der Candida albicans keine Chance, sich übermäßig zu vermehren. Es gibt aber auch Tabletten gegen Scheidenpilz, die innerlich angewendet werden. Hier kommen zum Beispiel die Wirkstoffe Flucanazol oder Itraconazol zum Einsatz.

 

Nebenwirkungen von Tabletten gegen Scheidenpilz

Tabletten gegen Scheidenpilz können unterschiedliche Nebenwirkungen hervorrufen. Im Allgemeinen sind vaginal verwendete Tabletten gegen Scheidenpilz mit weniger Nebenwirkungen behaftet als die oral verwendeten Präparate. Bei den Vaginaltabletten kommt es vor allem zu Hautirritationen wie Brennen, Stechen, Rötung oder Juckreiz, die jedoch in der Regel vorübergehend sind. Bei Tabletten zur inneren Anwendung können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden oder Erbrechen hinzukommen.

 

Anwendung von Tabletten gegen Scheidenpilz

Die Anwendung der Tabletten gegen Scheidenpilz unterscheidet sich je nach gewähltem Präparat. Die meisten vaginalen Tabletten werden 1-3 Tage abends vor dem Schlafengehen in die Scheide eingeführt und verbleiben dort, bis sie sich von allein auflösen. Milchsäurekuren werden häufig auch über einen längeren Zeitraum genutzt. Oral angewendete Tabletten gegen Scheidenpilz werden meist nur ein bis fünf Tage am Stück eingenommen.
Nicht alle der Mittel gegen Scheidenpilz dürfen auch in der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden. Dazu sollte die Betroffene die Packungsbeilage beachten und sich Rat beim Arzt oder Apotheker einholen.1

  1. http://www.weiss.de/krankheiten/pilzerkrankungen/krankheitsbilder/scheidenpilze/therapie/