Scheidenpilz – Ursachen und Risikofaktoren

Scheidenpilz kann durch verschiedene Umstände begünstigt werden. Grund für die Infektion ist in der Regel ein Ungleichgewicht des natürlichen Scheidenmilieus. Dieses besteht aus einer Vielzahl von Pilzen und Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien. Ist das Verhältnis gestört, kann sich der Pilz leichter vermehren und breitet sich aus. Es kommt dann zu Scheidenpilz. Ausgelöst wird diese gestörte Balance durch unterschiedliche Faktoren. Eine entscheidende Rolle spielt ein gestörter oder veränderter Hormonhaushalt. Das ist zum Beispiel in der Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder bei Schilddrüsenproblemen der Fall. Hormonschwankungen können auch durch die Einnahme von hormonhaltigen Medikamenten bzw. Verhütungsmitteln auftreten und Scheidenpilz begünstigen. Medikamente wie Antibiotika, Kortikoide oder Mittel aus der Chemotherapie verändern ebenfalls das Immunsystem des Körpers und können zu Scheidenpilz führen. Das gleiche gilt für Grunderkrankungen wie AIDS oder Diabetes mellitus. Auch ständiger Stress kann einen Scheidenpilz hervorrufen, ebenso wie eine übertriebene Intimhygiene mit ungeeigneten Mitteln.

 

Vorbeugung und Behandlung von Scheidenpilz

Es gibt einige Maßnahmen, die dabei helfen können, Scheidenpilz zu behandeln und ihm vorzubeugen. Ein generell gesundes Immunsystem steht natürlich an erster Stelle. Um dies zu gewährleisten sollte zum Beispiel die Wahl des Verhütungsmittels gut bedacht werden. Eventuell entscheidet man sich eher für nicht-hormonelle Verhütungsmittel wie die Kupferkette oder Kupferspirale, Methoden aus der Natürlichen Familienplanung oder für Kondome. Bei der Einnahme von Antibiotika kann eine Milchsäurekur zur Vorbeugung eingenommen werden, damit das Ungleichgewicht der Scheidenflora gar nicht erst entsteht. Stress sollte im Alltag möglichst vermieden oder durch entspannende Maßnahmen ausgeglichen werden. Wichtig ist, sowohl zur Vorbeugung als auch bei der Behandlung von Scheidenpilz auf eine passende Intimhygiene mit pH-sauren Seifen oder nur mit Wasser zu achten. Die Scheidenflora sollte durch ungeeignete Inhaltsstoffe nicht noch weiter strapaziert werden. Liegt bereits Scheidenpilz vor, kann eine Behandlung mit Vaginaltabletten, Vaginalcremes, Gels oder Spülungen erfolgen. Stoffe wie Clotrimazol oder Nystatin sind hier in den meisten Medikamenten gegen den Pilz enthalten.1

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  1. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_scheidenpilz-vaginalmykose-candida-was-ist-ein-scheidenpilz-_736.html