Scheidenpilz durch Antibiotika

Durch verschiedene Antibiotika kann ein Scheidenpilz begünstigt werden. Viele betroffene Frauen berichten, sie hätten erst einige Tage gegen Bakterien ein Antibiotikum eingenommen, beispielsweise gegen eine bakterielle Halsentzündung, und bemerkten anschließend die ersten Anzeichen für den Scheidenpilz. Der Intimbereich beginnt zu jucken und zu brennen, es tritt ein weiß-gelblicher Ausfluss auf und ein bröckeliger Belag ist zwischen den Schamlippen zu beobachten. Das ist ein typischer Verlauf, wenn durch Antibiotika Scheidenpilz entstanden ist. Nun ist der Gang zur Apotheke nicht mehr zu vermeiden und die Betroffene muss mit einer Anti-Pilz-Behandlung beginnen. Manche Frauen fürchten sich bei der Einnahme von Antibiotika besonders vor dem Scheidenpilz, weil sie durch das Medikament schöne häufiger schlechte Erfahrungen gemacht haben.

 

Wie entsteht Scheidenpilz durch Antibiotika?

Antibiotika haben oft eine Scheidenpilz Infektion zur Folge. Ein Antibiotikum bekämpft viele Bakterien, was zwar in Bezug auf Krankheiten sinnvoll ist, jedoch nicht für die Scheidenflora der Frau – der Wirkstoff in dem Medikament unterscheidet nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien. Dadurch werden auch Milchsäurebakterien abgetötet, die eigentlich für ein gesundes Scheidenmileu nötig sind. Der Candida Pilz hat es nun durch die Antibiotika besonders leicht, sich zu vermehren und auszubreiten. Vorbeugend kann eine Milchsäurekur hilfreich sein, jedoch sollte man darüber vorher mit dem Gynäkologen sprechen.
Ist der Scheidenpilz durch Antibiotika erst einmal ausgebrochen, muss nun die Behandlung in Gang gesetzt werden. Vom Frauenarzt oder alternativ aus der Apotheke bekommt man passende Mittel, die gegen die Infektion helfen. Nach etwa drei Tagen ist der Befall in der Regel wieder eingedämmt. Vorsicht jedoch vor Hausmittelchen aus dem Internet oder aus Omas Kräuterkiste – viele von den oft empfohlenen Tinkturen, Kräutern und Umschlägen helfen nur bedingt und können im Gegenzug die Scheidenflora noch weiter belasten. Daher am besten nur auf zugelassene Mittel verlassen, um den Scheidenpilz durch die Antibiotika zu behandeln.1

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  1. https://www.apotheken.de/news/article/erst-antibiotikum-dann-scheidenpilz/